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RENTIERZÜCHTER & TAIGA

REISE NACH RENTIERZÜCHTER & TAIGA

Lage: Taiga liegt 960 km nordwestlich von Ulaanbaatar im Tsagaannuur Sum der Provinz Khuvsgul:
Eigenschaft: Die Tsaatan, eine Gruppe von nomadischen Rentierhirten, die Renntier- Viehwirtschaft betreiben, leben in zwei abgegrenzten Gebieten namens Ost- und West-Taiga. Die Ost-Taiga, die Heimat von rund 18 Haushalten, liegt nordöstlich des Tsagaannuur Soum Zentrums, gegenüber des Shishged Flusses, der mit einer Fähre überquert werden kann. Die West-Taiga, Heimat von rd. 25 Haushalten, liegt westlich von Tsagaannuur, oberhalb eines Steppentales namens Kharmai. Stark abgegrenzt vom Steppengrasland, welches in weiten Teilen der Mongolei vorkommt, wird das Ökosystem, das die Heimat der Tsaatan und deren Rentiere ist, als Taiga bezeichnet. Taiga-Ökosysteme werden dominiert von bewaldeten Gebieten, in diesem Falle vorwiegend bestehend aus Lärchen. Offene Täler, die polarer Tundra ähneln sind ebenso typisch in Taiga-Ökosystemen. Das mehrere tausend Quadratkilometer große Taiga-Habitat in der Tsagaanuurregion bildet den nördlichsten Zipfel der Mongolei und ist die Heimat der größten südlichen Rentierpopulation der Welt. Die speziellen Nahrungs- und Umwelterfordernisse der Rentiere (Rangifer tarandus) verhindern, dass die Tiere ausserhalb der Taiga-Region leben, das dortige angepasste Nahrungsangebot führt jedoch dazu, dass die Population gedeiht. Dutzende Arten von Flechten, neben (Ried)gräsern und Weiden sind die Nahrung der Rentiere. Beeren, Pilze, Pinienzapfen und eine Reihe von medizinisch wirksamen Kräutern bereichern die Vielfalt der Flora in der Taiga. Die Fauna beinhaltet bedrohte Arten wie z.B. Moschus, Zobel und das Argali-Schaf, welches durch das mongolische Gesetz geschützt ist. Braunbären, Wölfe, Rothirsche, Elche und Murmeltiere, leben ebenfalls in der Taiga, zusammen mit Ptarmigans, Auerhähnen, Greifern, Spechten und anderen Vögeln, Mineralquellen, zerklüftete Gipfel und sanfte Täler sind geschätzt für ihre Schönheit und ihre natürlichen Ressourcen, aber als „heilige Landschaft“. Diese Form der Wahrnehmung führt die physische Taiga über in eine spirituelle Landschaft, welche besondere Beachtung verdient. Bestimmte heilige Plätze sind geschlossen für Besucher, z.B. Stätten, die von gefährlichen Geistern in Besitz genommen wurden. Andere Plätze haben bestimmte Regeln, denen Folge zu leisten ist, wie z.B. die Vornahme bestimmter Aktivitäten oder das Verbot bestimmter Handlungen. Die Tsaatan-Reiseführer und Gastgeber helfen den Besuchern durch ihre heilige Heimat und stellen sicher, dass Besuche in der Taiga sowohl umweltgerecht als auch kulturell respektvoll verlaufen. Die meisten Camps und Taiga-Stationen sind nur zu Pferd oder per Fuß zu erreichen. Das Terrain der Taige ist zerfurcht und unterschiedlich, mit steilen und bewaldeten Bergen, hochalpinen Pässen, Schlamm Feuchtgebieten (vor allem im Westen) und dichtem Wald, offenen Tälern und ebenfalls Feuchtgebieten im Osten.

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